Tierversuche in Deutschland – wie sieht die Zukunft aus? Kann man sie einfach so abschaffen?

Anlässlich des internationalen Tags zur Abschaffung von Tierversuchen am 24. April, haben wir uns auch mal eingehender mit dem Thema beschäftigt.

Was sind Tierversuche überhaupt und seit wann gibt es sie?

Zunächst einmal muss man leider sagen, dass Tierversuche eine jahrhundertelange Tradition haben, was vermutlich auch ein Grund ist, warum deren Abschaffung genauso langsam und zäh voran geht wie die der Massentierhaltung. Es handelt sich um eingefahrene Systeme, an denen viel Geld hängt. Die ersten Tierversuche haben schon Jahrhunderte vor Christi stattgefunden, aus so simplen Gründen wie Neugier und Wissensdurst. Das Experimentieren an bzw. Aufschneiden von (toten) Tieren war eine unkomplizierte Methode, um mehr über den Aufbau von Lebewesen zu lernen, denn im Gegensatz zur Leichenöffnung bei Menschen -die aus religiösen Gründen als striktes Tabu galt-, hatte man hier nicht mit Konsequenzen zu rechnen. Es ergab sich außerdem der Wunsch, das Erlernte auf den Menschen zu übertragen und so in der antiken Medizin voran zu kommen.

An dieser Stelle sei betont, dass der heute als „Vater der modernen Medizin“ geltende Gelehrte Hippocrates (Vgl. Hippokratischer Eid) gänzlich ohne Tierversuche auskam und die klinische Forschung am Menschen begründete.

In der heutigen Zeit wird alles als Tierversuch definiert, was das „wissenschaftliche Experiment[ieren] an oder mit lebenden Tieren“ [Duden] beinhaltet. Im §7 des Tierschutzgesetzes wird weiter ausgeführt, dass es sich dabei um Eingriffe oder Behandlungen zu Versuchszwecken, zu Fort-, Weiter- und Ausbildung sowie zur Herstellung von Stoffen/Produkten handelt. Außerdem zählen auch Entnahmen von Organen oder Geweben zum Zwecke der Transplantation, Kultur oder Untersuchung dazu. [1]

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gibt jedes Jahr die aktuellsten Zahlen zu Tierversuchen in Deutschland bekannt. 2018 wurden insgesamt 2.138.714, also über 2 Millionen, Tiere zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet oder getötet. Diese Zahlen halten sich seit ein paar Jahren ziemlich konstant. Die dabei mit Abstand am meisten verwendeten Tiere sind Mäuse (1,54 Mio.), was vermutlich allgemein bekannt ist. Was viele jedoch nicht wissen oder vielleicht erst durch den LPT-Labor Skandal in Hamburg Anfang des Jahres realisiert haben, ist, dass auch in Deutschland noch Primaten (3.288), Hunde (3.979) und Katzen (765) für Tierversuche genutzt werden. [2]


Doch wozu werden Tiere überhaupt in den Versuchen eingesetzt und warum?

In den allermeisten Fällen (44%), wird Grundlagenforschung betrieben. Das bedeutet, dass die Versuche dem reinen Wissensgewinn dienen und keinen unmittelbaren Nutzen für die praktische Anwendung in der Humanmedizin haben. Man spricht hier auch von „zweckfrei“. [Duden] Der nächstgrößere Bereich ist der der Herstellung und Qualitätskontrolle von medizinischen Produkten (23%), gefolgt von der translationalen und angewandten Forschung (15%), also jenem Feld, welches sich mit der Erforschung von Erkrankungen beschäftigt. Die restlichen 18% verteilen sich auf die Erhaltung von genetisch veränderten Tieren, der Ausbildung bzw. Schulung in Berufen, dem Umweltschutz und der Arterhaltung. [2]

Abbildung 3: In Tierversuchen nach § 7 Absatz 2 des Tierschutzgesetzes verwendete Tiere nach Versuchszweck (c) BMEL

Egal in welchem Bereich Tiere eingesetzt werden, wir sind dagegen. Besonders interessant finden wir jedoch den Bereich zur Herstellung und Qualitätskontrolle von Arzneimitteln. Zu Letzterem zählt vor allem auch die toxikologische Prüfung, also der Test, ob ein Medikament schädlich für den Organismus ist. Obwohl im Arzneimittelgesetz nicht explizit ausformuliert, wird vorgeschrieben, dass Arzneimittel getestet werden müssen, bevor man sie zur Anwendung am Menschen zulässt. [3] Der Hintergrund für die vorherige Testung am Tier, ist der Schutz des Menschen. Nachdem im zweiten Weltkrieg durch die Nazis unzumutbare Versuche an Menschen durchgeführt wurden, erschien der Nürnberger Kodex 1947 und später die Basis der heutigen Forschung am Menschen: die Deklaration von Helsinki (1964). Hier werden ethische Grundsätze festgelegt, die besagen, dass Versuche am Menschen erst zulässig sind, wenn alle Risiken durch andere wissenschaftliche Methoden möglichst minimiert wurden. [4] Das Arzneimittelgesetz sagt in §26 dazu, dass „Tierversuche durch andere Prüfverfahren zu ersetzen [sind], wenn dies nach dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse im Hinblick auf den Prüfungszweck vertretbar ist.“ [3] Zusammengefasst tritt hier wieder einmal der Grundsatz in Kraft, dass der Mensch mehr wert ist, als alle anderen Lebewesen auf dem Planeten und dass es darum ethisch vertretbar ist, Tiere zu opfern, um Menschen nicht zu gefährden.

Erst nachdem neue Kandidaten für Arzneimittel sich in Tierversuchen, der sogenannten „präklinischen Forschung“, als unbedenklich für den Organismus herausgestellt haben, ist die Testung am Menschen erlaubt. Diese Kandidaten gehen dann in die Phase der „klinischen Forschung“ über. Der allergrößte Unterschied in der Forschung an Mensch und Tier ist übrigens der, dass ein Mensch, der an einer wissenschaftlichen Studie oder einem Experiment teilnimmt, sich dazu ausdrücklich und schriftlich bereit erklären muss. Bei Studien an Minderjährigen müssen außerdem auch beide Elternteile zustimmen. Zusätzlich hat der Mensch als Proband jederzeit und ohne Ausnahme das Recht die Studie sofort abzubrechen, ohne dabei verpflichtet zu sein einen Grund anzugeben. Ganz nach dem Motto: mein Körper, mein Wille. Tiere haben dieses Privileg nicht. Sie werden rein zu unserem Zweck in der Forschung gezeugt, geboren und genutzt.

Tierversuche für die Herstellung von Waffen und Munition sind übrigens verboten. In der Kosmetik-, Waschmittel- und Tabakindustrie sind sie grundsätzlich auch verboten, Ausnahmen sind jedoch möglich sobald sie vom Bundesministerium als erforderlich erachtet werden. (§7a TierSchG, [1])


Zu guter Letzt nun die absolut wichtigste Frage: wie kann man Tierversuche ersetzen?

Mit der Einführung des 3R-Prinzips 1959 durch britische Wissenschaftler, welches 2010 in Form einer Richtlinie auch in europäisches Recht umgewandelt wurde, will man die Qualen und Zahlen der Versuchstiere verringern. Dabei wird die Notwendigkeit der Durchführung eines Tierversuchs durch drei Faktoren in Frage gestellt: Replacement – Kann man den Tierversuch durch eine andere Methode ersetzen? Reduction – Kann man die Zahl der Tiere im Versuch verringern? Refinement – Kann man die Versuche verändern, um die Belastung der Tiere zu minimieren? [5] Wie vorhin jedoch schon erwähnt, bleiben die Versuchstierzahlen in den letzten Jahren konstant, obwohl es dieses Prinzip gibt. Die Strategie scheint also nicht ganz aufzugehen.

Auch das Tierschutzgesetz betont in §1, dass „niemand … einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen [darf]“ und in §7 führt es aus, dass Schmerz und Leid sowie die Anzahl der verwendeten Tiere auf ein unerlässliches Maß zu beschränken sind. [1] Aus Sicht eines Tierrechtlers ist jedoch klar, dass kein einziger Grund „vernünftig“ genug ist, um Tiere gegen ihren Willen zu züchten, festzuhalten und an ihnen zu experimentieren.

Doch auch aus Sicht eines Wissenschaftlers und insbesondere Arzneimittelentwicklers sind Tierversuche unsinnig, denn es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Übertragbarkeit von Versuchsergebnissen von Tier auf Mensch in 92% der Fälle nicht gegeben ist! Das bedeutet, dass in ca. 9 von 10 Fällen die an Tieren getesteten neuen Wirkstoffe niemals zur Anwendung im Menschen zugelassen werden. [6] Dabei wird auch gerne darauf verwiesen, dass der Mensch eben keine 70 kg schwere Ratte sei. Die „Tiermodelle“ werden außerdem künstlich im Labor erzeugt und können daher maximal krankheitsähnlich aussehen, niemals aber den komplexen Entstehungsmechanismus einer Krankheit abbilden. In der Alzheimer-Forschung beispielsweise sind die Entwicklungen von 37, im Tierversuch erfolgreicher Wirkstoffe, 25 wegen mangelnder Wirkung oder unerwünschter Nebenwirkung direkt wieder eingestellt worden. 7 haben es geschafft im Menschen weiter getestet zu werden, keines davon ist jedoch derzeit zugelassen. [7]

Die Übertragbarkeit von Tierversuchen auf den Menschen (c) PETA

Was lässt uns also an Tierversuchen festhalten? Wie so oft, ist es wohl das liebe Geld!?Tierversuche sind derzeit billig. Sie sind seit Jahrzehnten in der Anwendung und wir kennen uns damit aus. Neue, alternative Methoden zu entwickeln und zu etablieren, um sie auch gesetzlich zu integrieren, kostet Geld und viel Mühe. Jedoch sind diese langfristig wahrscheinlich effizienter – also schneller und günstiger.

Es gibt mittlerweile Methoden wie Zellkulturen, Simulationen am Computer oder sogenannte Multi-Organ-Chips, die komplett ohne den Einsatz von Tieren auskommen. Nicht zu vergessen ist auch der mögliche Einsatz von klinischer Forschung am Menschen, die durch bildgebende, nicht-invasive Verfahren, oder sogenanntes „Microdosing“ sehr unwahrscheinlich Schaden am Menschen anrichten würden. [8, 9]

Die Erforschung von Alternativmethoden wird zwar unterstützt, z.B. fördert die Bundesregierung tierversuchsfreie Forschung mit ca. 4 Mio. Euro jährlich und das BMEL verleiht jährlich einen Preis für Tierschutzforschung. Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt Alternativmethoden-Projekte, ebenso wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). [8] Allerdings kommt einem das Ganze noch etwas winzig vor, wenn man bedenkt, dass jährlich mehrere Milliarden in Forschung mit Tierversuchen investiert wird.

Wir stecken wie bei so vielem also noch in den Kinderschuhen und der Ersatz von Tierversuchen wird vermutlich genauso langsam voran schreiten wie die Evolution des aufrechten Gangs. Der erste Schritt, der in naher Zukunft vielleicht realisierbar wäre, ist nicht der Ersatz, sondern vielmehr die Ergänzung von Tierversuchen durch alternative Methoden, um zumindest die Zahl und die Belastung der Tiere zu verringern.

Wünschenswert wäre ein wissenschaftlich fundierter und politisch durchdachter Plan zur stufenweisen Abschaffung von Tierversuchen. Dieser sollte konkrete Ziele und Meilensteine enthalten zu wann welche Maßnahmen ersetzt worden sein sollen. Ein wundervolles Beispiel kommt hier aus den Niederlanden. Als einziges europäisches Land haben diese 2016 ein Strategiepaper veröffentlicht, indem Sie unter anderem bis 2025 die völlige Abschaffung von Tierversuchen für toxikologische Prüfungen in der Arzneimittelentwicklung anstreben. [10] In ähnlicher Weise ziehen auch die USA 2019 nach und wollen die Giftigkeitstest an Säugetieren bis 2035 abgeschafft haben. Gleichzeitig plant die amerikanische Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency, EPA) in Zukunft weniger Tierversuchsprojekte zu fördern und stattdessen alternative Methoden zu finanzieren. [11]

Dass Deutschland nun endlich nachzieht fordern zum Beispiel die Ärzte und Wissenschaftler des Vereins „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ in Ihrer Kampagne „Ausstieg aus dem Tierversuch“. Eine entsprechende Petition dazu gibt es auf der Kampagnenseite ebenso. [12]


Quellen:

[1] Tierschutzgesetz https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html (25.04.2020)

[2] BMEL https://www.bmel.de/DE/Tier/Tierschutz/_texte/Versuchstierzahlen2018.html#doc13382404bodyText1 (25.04.2020)

[3] Arzneimittelgesetz https://www.gesetze-im-internet.de/amg_1976/ (25.04.2020)

[4] Deklaration von Helsinki (deutsche Fassung) https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/International/Deklaration_von_Helsinki_2013_20190905.pdf (25.04.2020)

[5] DFG – 3R-Prinzip https://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/geschaeftsstelle/publikationen/handreichung_sk_tierversuche.pdf (25.04.2020)

[6] Tierversuche verstehen – Übertragbarkeit www.tierversuche-verstehen.de/faktencheck-92-prozent-der-tierversuche-sind-nicht-uebertragbar/ (25.04.2020)

[7] Ärzte gegen Tierversuche e.V. https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/infos/wissenschaftliche-studien/1601-alzheimer-tierversuche-versagen-auf-ganzer-linie (25.04.2020)

[8] Tierversuche verstehen – Alternativmethoden https://www.tierversuche-verstehen.de/alternativmethoden/ (25.04.2020)

[9] PETA – Alternativmethoden https://www.peta.de/tierversuchsalternativmethoden (25.04.2020)

[10] Niederlande – Startegiepaper zu Forschung ohne Tierversuche https://www.ncadierproevenbeleid.nl/documenten/rapport/2016/12/15/ncad-opinion-transition-to-non-animal-research (25.04.2020)

[11] USA – Abschaffung Giftigkeitstests an Tieren https://www.epa.gov/sites/production/files/2019-09/image2019-09-09-231249.txt (25.04.2020)

[12] Kampagne „Ausstieg aus dem Tierversuch“ des Ärzte gegen Tierversuche e.V. https://www.ausstieg-aus-dem-tierversuch.de/ (25.04.2020)

Pandemien wie CORONA können verhindert werden…

MASSENTIERHALTUNG/ Tierproduktkonsum/ Tierausbeutung

….die Wellen von Viren der Vogelgrippe (H5N1 & H7N9) sowie Schweinegrippe, Nipah-Virus, Sars, Mers, HIV, EBOLA usw. haben genau da ihren Ursprung.

Und nichts geschieht, um Mensch, Tier und Umwelt zu schützen. Im Gegenteil, Massentierhaltung mit all seinen Facetten wird staatlich gefördert, als gäbe es kein Morgen… und wer weiß, vielleicht gibt es ja auch bald „kein Morgen“ mehr.
Bisher waren scheinbar „nur“ die Wesen hinter dicken, grauen Mauern die Leidtragenden.🐑 🐖 🐄 🐥 🦆
Ein paar tausend gekeulte Schweine hier,ein paar tausend Hühner da und tausende Rinder dort… getötet und entsorgt. Es war und ist den meisten Menschen schier egal.
Doch nun scheint es, als schläge die Natur zurück. Unser Leben ist eingeschränkt, wir sind teilweise getrennt von unseren Liebsten und wir haben Angst, panische Angst… vor Schmerz, Krankheit und Tod.💉 ⚰️ ⚱️
Das ist es, was die stimmlosen Wesen seit Jahrzehnten ertragen müssen, denn:

Die blumige, rosarote Welt, die uns Werbung und Industrie versprechen,gibt es kaum. Leid, Angst und Qual sind dagegen allgegenwärtig.
Diese rechtlosen Wesen leben größtenteils isoliert, gequält von Langeweile, schwach und unter Schmerzen ihr kurzes Leben. Sie leben in ständiger Angst und sind dem Schicksal gnadenlos ausgeliefert… Wie wir zur Zeit. Nur wir leben unter diesen Umständen vielleicht ein paar Tage, möglicherweise ein paar Wochen. 😢

ABER jetzt stell dir vor, es wäre schon immer so gewesen… und es würde immer so sein.

Zeig nicht nur Mitleid, sondern Mitgefühl, fühl dich verantwortlich, für das, was Du mit DEINEN Kassenbons in Auftrag gibst und lass es uns beenden… JETZT!! 🙏
Text: @dersterbendlachendeclown

#GEMEINSAMgegenCorona #corona #Massentierhaltung #viren #gemeinsam #together #staythefuckathome #dersterbendlachendeclown #prolebensglück #tot #vegan #veganforthevoiceless #veganforfuture #veganformotherearth

Was hat unsere momentane Situation mit Massentierhaltung zu tun?

Derzeit wird die Welt überrollt von einer Pandemie, d.h. von einer weltweit verbreiteten Infektionskrankheit, die durch das sogenannte Coronavirus (SARS-CoV-2) ausgelöst wird (übrigens benannt nach ihrem Aussehen unter einem hochauflösenden Mikroskop, nicht etwa in Anlehnung an das schmackhafte, mexikanische (und vegane) Bier).

Pandemien können durch unterschiedliche Arten von Erregern verursacht werden. Durch Bakterien verbreiten sich beispielsweise Tuberkulose und Cholera, während Malaria durch einen einzelligen Parasiten namens Plasmodium hervorgerufen wird. Die wohl in jüngster Zeit aber berüchtigtste Gruppe der Erreger sind Viren. Zu Viruserkrankungen zählen zum Beispiel AIDS, Masern, Polio, Ebola und Hepatitis. Und ganz aktuell eben auch Covid-19 (Corona virus disease 2019), die durch eine schwere Erkrankung der Atemwege gekennzeichnet ist – ähnlich der SARS-Infektion.

Mehr als 2/3 der bekannten humanen Viren sind in der Lage auch Wirbeltiere anzustecken. Und damit nähern wir uns auch so langsam dem eigentlichen Thema. Es soll nämlich um sogenannte Zoonosen gehen. Laut WHO sind Zoonosen „Erkrankungen, die auf natürlichem Wege zwischen Wirbeltieren und Menschen übertragen werden“. Allein in den letzten 20 Jahren, traten mehrere schwere Pandemien auf, die durch Tiere auf Menschen übertragen wurden. Dazu gehören vor allem SARS, MERS, sowie die Vogelgrippe und nun auch Covid-19. Die Besonderheit all dieser zoonotischen Erkrankungen ist, dass sie in ihrem natürlichen, ursprünglichen Wirt kaum Probleme machen, d.h. es treten kaum oder keine Symptome auf. Am Beispiel von SARS werden Fledermäuse als natürlicher Wirt angenommen. Erst bei sogenannten „Übertragungswirten“ treten moderate Symptome auf, bei SARS waren diese nachweislich Schleichkatzen. Werden die Viren dann weiter auf die nächste Spezies, dem Menschen, als sogenannten „Spillover-Wirt“ (Übergang von Tier zu Mensch) übertragen, treten schwere bis tödliche Symptome auf. Wir sind also der Endwirt, der oftmals mit den fatalsten Folgen zu rechnen hat.

Für das Coronavirus wird ebenso wie beim SARS-Virus vermutet, dass Fledermäuse die ursprünglichen Wirte sind. Ob die Übertragung über einen Zwischenwirt erfolgte oder ob es direkt auf den Menschen übertragen wurde, weiß man derzeit noch nicht genau. Einige Wissenschaftler vermuten, dass Schuppentiere die Zwischenwirte gewesen sind. Diese könnten, ähnlich wie die Schleichkatzen beim SARS-Ausbruch 2002/2003, als Delikatessen geltend in China auf Tiermärkten verkauft und verzehrt worden sein und so zur Infektion von Menschen geführt haben. Als Reaktion auf den Covid-19-Ausbruch, der durch viele Quellen auf einen Tiermarkt in Wuhan, China zurückgeführt wurde, wurde der Handel mit Wildtieren in China im Februar gestoppt.

Ob nun in diesem Fall tatsächlich ein tierischer Zwischenwirt nötig war oder das Virus direkt auf den Menschen übertragen wurde, wird sich zeigen. Fakt ist aber, dass der Verzehr und die Haltung von Tieren für und durch den Menschen auch in der Vergangenheit schon im Zusammenhang mit Pandemien und Epidemien standen.

Studien haben ergeben, dass die Intensivierung und Industrialisierung der Landwirtschaft dazu führen, dass sowohl Menschen als auch Nutztiere in immer unmittelbareren Kontakt mit Wildtieren kommen. Dadurch können Menschen entweder direkt oder eben indirekt durch die Zwischenwirte in der Viehzucht infiziert werden. Die hohe Dichte und Anzahl der Tiere in der Massentierhaltung und auch die Populationsdichte der Menschen machen es dem Erreger leicht, wenn er einmal vom Wildtierreich in unser System gelangt ist. Dort wo Mensch und Tier sich untereinander und miteinander sehr nahekommen, entstehen Infektionsherde (rot im Bild – vor allem Indien, China und Europa). Wuhan liegt übrigens inmitten einem dieser Gebiete.

Infektionsherde auf der Welt
https://sciencev1.orf.at/news/150871.html

Die Nähe zu Wildtieren – durch die Zerstörung ihres Lebensraums v.a. für Landwirtschaft (Stichwort Tierfutteranbau) und Viehzucht – und deren Verzehr (Stichwort SARS-Infektion und Schleichkatzen als Delikatesse in China) führt also nachweislich zu immer mehr und immer schwereren Pandemien.

Doch damit nicht genug, denn in der Viehzucht werden Pandemien weiter begünstigt indem wir großflächig und präventiv Antibiotika einsetzen, um den Krankheitsausbrüchen in der Massentierhaltung überhaupt Herr zu werden. Das fördert als weiterer Faktor die Entwicklung von Super-Erregern, die nun auch noch resistent gegen unsere Medikamente sind.

Wir sind kurzum schon mitten drin in einer Spirale, die durch Überbevölkerung, Massentierhaltung und Zerstörung von Wildtierlebensraum immer steiler wird und uns vermutlich in naher Zukunft immer schneller von einer zoonotischen Pandemie in die andere schicken wird.

Wenn es je eine Zeit gab, um über einen Wechsel zur veganen Lebensweise nachzudenken, dann jetzt!

Unser Besuch bei „Herzmuht“ in Großhartau

Vor ein paar Wochen haben wir uns auf den Weg nach Großhartau gemacht. Als wir von dem Projekt HerzMuht Großharthau 💞gehört haben, wollten wir natürlich sofort mehr darüber erfahren und uns ein Bild vor Ort machen.

Pierre Zocher möchte schnellstmöglich seinen Milchviehbetrieb schließen und auf Ackerbau umsteigen. Er möchte kein Teil dieses ausbeuterischen und tierquälenden Systems mehr sein. Er liebt seine Tiere und kümmert sich rührend um jedes Einzelne. Deshalb möchte er all diesen Seelchen das Leben schenken.🌿🤗
76 von 110 Kühen, darunter auch viele Kälber suchen noch Pate*innen damit der Aus-Umstieg so schnell wie möglich stattfinden kann.🐮🐄
Obwohl wir ja erst unser neues Patenkind „Zähnchen“ in unserer Patenschaften aufgenommen haben werden wir auch hier noch eine Teilpatenschaft abschließen♥. Es ist einfach zu wichtig diese Leben zu retten!!!

Eine Teilpatenschaft beginnt bereits ab 5€ und der gesamte Betrag für eine Kuh beträgt 50€. Jedes Tier was voll bepatet ist darf sofort aus dem Milchbetrieb aussteigen.
Wollt ihr auch das Projekt unterstützen und die Kühe auf dem Hof retten?

Infos zur Patenschaft und dem Projekt findet ihr auf: https://herzmuht-grossharthau.de/

Demo vor der Arena Leipzig mit dem Peta Zwei Streatteam Leipzig gegen die Pferdeshow „Cavalluna“

„Pferde sind nicht dazu da, um auf Lkws durchs Land gefahren zu werden, nur um Menschen zu bespaßen“, so Marlen Brömler, Co-Leiterin des freiwilligen PETA-ZWEI-Streetteams Leipzig. „Wir machen uns dafür stark, dass Tiere gar nicht mehr in Zirkussen und Shows eingesetzt werden dürfen.“
 
Bei lauter Musik und beängstigenden Feuer- und Lichteffekten werden die Pferde durch druckvoll in den Mund gezogene, scharfe „Gebisse“ und die sogenannte Rollkur – eine schmerzhafte Überdehnung des Pferdehalses in Richtung der Brust für die völlige Kontrolle über das Tier – zu Leid verursachenden Dressurnummern gezwungen. Das rasante Tempo in der engen Arena und die Akrobatik am und auf dem Pferderücken bergen Verletzungsgefahren für Tier und Mensch; Stürze sind daher keine Seltenheit. Neben den Qualen in der Show stellen auch der Transport und die Unterbringung in engen Boxen eine große Belastung für die bewegungsfreudigen Tiere dar.
 
Unter natürlichen Bedingungen leben Pferde in Herden und bewegen sich bis zu 16 Stunden täglich. Bewegungsmangel kann mittelfristig Verhaltensstörungen und Schäden an Muskeln, Sehnen und Skelett verursachen – die Selbstreinigungsmechanismen der Atemwege und der gesamte Stoffwechsel werden durch die ständige Haltung in Boxen und auf Lkws beeinträchtigt. Pferde benötigen neben ausreichend Auslauf – vorzugsweise in einer Aktiv- oder Offenstallhaltung – auch gutes Futter und stets frisches Wasser, Pflege und medizinische Versorgung. Wenn diese essenziellen Haltungsvoraussetzungen nicht oder nur unzureichend gegeben sind, bedeutet das für die Tiere ein leidvolles Leben und führt auf Dauer zu lebensgefährlichen körperlichen Beeinträchtigungen. Ein Pferd kann in guter Haltung 35 Lebensjahre und mehr erreichen.
 
PETAs Motto lautet in Teilen, dass Tiere nicht dazu da sind, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.
 
Das PETA-ZWEI-Streetteam Leipzig ist ein Verbund freiwilliger Aktivisten, die sich für die Ziele der Jugendkampagne PETA ZWEI der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.

Textquelle: https://wertheim24.de/peta-zwei-streetteam-leipzig-protestiert-gegen-pferdeshow-cavalluna/#

Unser 1. Stand auf dem Veganen Weihnachtsmarkt in Leipzig am 14.12.2019 zusammen mit ProVeg Leipzig 🎄

Unser 1. Stand auf dem Veganen Weihnachtsmarkt in der Feinkost Leipzig war wunderbar. Wir danken allen Besuchern und den Veranstaltern für eine tolle Zeit. Unsere gemeinsame Plätzchenaktion zusammen mit ProVeg Leipzig kam sehr gut an bei den Gästen. Wir hatten neben Vanillekipferln, Lebkuchen auch andere Klassiker wie Schwarz-Weiß Gebäck, Haselnussmakronen und Mürbeteigplätzchen im Gepäck. Ein weiteres Highlight waren unsere Wandteller und unsere selbstgemachten Upcycling – Weihnachtsgestecke.

Patentreffen auf Gut Weidensee am 7.12.2019

Wir hatten wieder einen wunderschönen Tag zum Patentreffen auf Gut Weidensee. Neben Apfelpunsch, Glühwein, Kaffee und frischem Obst, gab es eine besondere Köstlichkeit.🤗
Wir hatten unsere Waffeleisen im Gepäck. Knusprig heisse Waffeln mit Puderzucker, V-Sahne und Apfelmus !!! Was für ein Leckerchen😋🍓🍏 Viele neue Paten konnten Ihr Patentier nun endlich auch mal persönlich treffen. Wir freuen uns schon aufs nächste mal und bedanken uns bei allen die am 7.12. da waren.🌲
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